Die Gründung des NVV erfolgte am 12. Januar 1963 in Weinheim. Gründungsmitglieder waren Rolf Schwarztrauber (Mörlenbach), Siegfried Zielske, Roland Günzel und Edgar Blossfeldt (alle Mannheim). Alle machten auch außerhalb des Verbandsgebietes auf sich aufmerksam. Edgar Blossfeldt verfasste mehrere Volleyballlehrbücher, wurde erster Bundestrainer des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV) und organisierte zusammen mit Zielske und Günzel das Volleyball-Turnier der Olympiade 1972 in München. Zielske und Günzel verdienten sich ihre Meriten als Internationale Schiedsrichter, und Schwarztrauber wurde der erste Vorsitzende des NVV. Der NVV hatte in den Anfangsjahren zwei Kernzellen: im Raum Heidelberg-Mannheim-Weinheim und in der Region Karlsruhe. Herausragende Vereine waren die TSG Wiesloch, der TuS Durmersheim, die TSG Weinheim, der ESC Mannheim, der Ettlinger SV und der TV Bretten.

Seit 1977 gab der NVV ein eigenes Verbandsorgan mit dem Titel „Volleyball in Nordbaden“ heraus. 1978 legte Rolf Schwarztrauber nach 15 Jahren den Vorsitz in jüngere Hände und widmete sich weiterhin dem Hammerwerfen, indem er eine Herstellerfirma von Weltruf aufbaute.

Im Verlauf der achtziger Jahre, unter dem Vorsitz von Werner Haas (Karlsruhe), entwickelte sich der NVV vor allem zum Breitensport-Verband. Die Zahl der Mitgliedsvereine verdoppelte sich, ständig mussten neue Ligen eingeführt werden. Der schnell wachsende Verband stieß dabei oft an die Grenzen seiner Leistungsfähigkeit. Sportliche Höhepunkte stellten Deutsche Jugendmeisterschaften durch die Ettlinger Mädchen und der Aufstieg des Vereins in die 1. Bundesliga dar.

1989 war der NVV zusammen mit der Stadt Karlsruhe Ausrichter der Europameisterschaft der Frauen und im Jahr 1991 folgte die Ausrichtung der Männer EM.

Mit Harald W. Schoch wurde 1990 ein Mann an die Verbandsspitze gewählt, der neben dem Breitensport sein Augenmerk vor allem auch wieder auf den leistungsorientierten Bereich lenkte. Er entwickelte die Leistungsfähigkeit des NVV durch die Schaffung einer hauptamtlichen Geschäftsstelle im Jahr 1992 weiter. Von 1992-1994 fanden in der Karlsruher Europahalle die Weltliga-Spiele der Männer statt. In die Amtszeit Schochs fiel auch die Gründung der Nordbadischen Volleyball-Jugend (NVJ). Damit erlebte die Jugendarbeit einen neuen Aufschwung. Herausragende Vereine der letzten Jahre waren DJK MA-Käfertal, TV Bühl, SV Sinsheim, TSG Wiesloch und TV Bretten. Die Deutschen Meisterschaften des TV Bühl bei der E- und D-Jugend männlich und des SV Sinsheim bei der weiblichen B-Jugend sind die bisher größten Erfolge im Jugendbereich. Der SV Sinsheim konnte seine Jugendarbeit so weit forcieren, dass er sich 1999 für alle Deutschen Meisterschaften von der A- bis zur E-Jugend weiblich qualifizierte.

Seit 1994 arbeiten die drei Landesverbände (Nordbaden, Südbaden, Württemberg) in Baden-Württemberg im Leistungssport eng zusammen. Diese Zusammenarbeit gestaltet sich äußerst erfolgreich. Bei den jährlich stattfindenden Bundespokal Turnieren aller Landesauswahlmannschaften hat sich die ARGE in den letzten Jahren immer erfolgreich präsentiert und steht permanent an der Spitze in Deutschland. Auch die Erfolge der NVV-Auswahlen sind beachtlich, Höhepunkt war der 2. Platz beim Bundespokal weiblich der Jahrgänge 88/89 im Jahr 2004.

1998 wurde in Sinsheim mit der Einrichtung eines Volleyball Internats begonnen. Der Verein wurde Landesstützpunkt weiblich und im Frühjahr 2001 Bundesstützpunkt des DVV. In der Saison 2002/03 startete die Juniorinnen-Nationalmannschaft als VC Olympia Sinsheim in der 1. Bundesliga. Um diese Arbeit auf noch bessere Beine zu stellen, erfolgte im Jahr 2003 der Umzug des Bundesstützpunktes an den Olympiastützpunkt nach Heidelberg. 2005 wird das Team des VC Olympia Rhein-Neckar in der 2. Bundesliga der Damen an den Start gehen, im Jahr 2006 dann in der Beletage des Deutschen Volleyballs.

Litt der Wettkampfbereich in den späten neunziger Jahren vor allem im Männerbereich unter sinkenden Mannschaftszahlen, so boomt der Mixedbereich und die Anfang der neunziger Jahre neu aufgekommene Spielart „Beachvolleyball“ verhilft dem Volleyballsport wieder zu mehr Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit. Umfassten die Beach-Serien Anfang der neunziger Jahre noch einige wenige Turniere, so hat sich das bis heute sehr geändert. Immer mehr Vereine verfügen über Beachanlagen, und die Serien melden ständig steigende Teilnehmerzahlen und steigende Preisgelder. Das Jahr 2004 brachte die erste gemeinsame Beachvolleyball-Serie in Baden-Württemberg in Zusammenarbeit der drei Verbände mit der Landesbausparkasse Baden-Württemberg (LBS Cup Beachvolleyball). Mehr als 350 Turniere in diversen Kategorien (Jugend, Mixed, Frauen, Männer) konnten im Sommer angeboten und durchgeführt werden. Über 4.000 Teams nahmen dieses Angebot wahr. Nicht nur in der Breite, auch in der Spitze zeigen sich die Wirkungen dieser Serie. Mit Marko Kienast (Karlsruhe) gewann ein Athlet aus dem NVV im Juli 2004 bei den U18 Europameisterschaften in Polen die Silbermedaille. Die Wettkampferfahrung und die „internationale Härte“ holte er sich bei den Turnieren im LBS Cup Beachvolleyball. In der erfolgreichen Symbiose zwischen Aktiven, Vereinen und Verbänden liegen auch Erfolg und Größe der Serie begründet. Nur so konnte es gelingen, als Binnenland eine der größten Beachvolleyball-Serien in Deutschland zu stemmen. In der Dekade 1994 bis 2004 hat sich der Trendsport Beachvolleyball zum nicht mehr wegzudenken Sport- und Spaßfaktor des Sommers entwickelt. Bisher sind jedes Jahr deutliche Zuwachsraten bei Turnier- und Teilnehmerzahlen zu verzeichnen und immer mehr Innenstadtturniere können angeboten werden.

Mit der Grand Prix Qualifikation der Damen 2001 in der Europahalle und der Europameisterschaft der Herren in der Neuen Messe in Karlsruhe 2003 konnte der NVV erfolgreich an seine bisherigen Ausrichtungen von Volleyball Großveranstaltungen anknüpfen.

Seit 2007 veranstaltet der NVV in allen Schulferien Camps für Jugendliche im Alter von 10-17 Jahren. Mit Beginn an Ostern 2007 haben bis heute fast 300 Kinder insgesamt an diesen Camps teilgenommen.

 

Zielstellung und Aufgaben

Der NVV verbreitet und fördert das Volleyballspiel in Nordbaden sowohl im Leistungsbereich als auch im Freizeitsport. Er ist in politischer, weltanschaulicher, konfessioneller und rassischer Hinsicht tolerant. Er engagiert sich besonders in der Förderung und Entwicklung jugendlicher Volleyballer.

Um diese Ziele zu erreichen, setzen wir vor allem bei der Jugend Akzente. Besonders talentierten Jugendlichen schaffen wir ein Sprungbrett in höchste Ligen durch unsere Förderungsstruktur. Wir bieten auf allen Feldern des Volleyballsports vielfältige Spiel- und Wettkampfformen an. Einer unserer Schwerpunkte ist die Qualifizierung von Übungsleitern und Betreuern sowie die Weiterbildung unserer Funktionäre und Mitarbeiter.